Vereinschronik zum
90 -jährigen Jubiläum des Mv. „Edelweiß“

 Asweiler-Eitzweiler e.V. im Jahre 2014



Der Musikverein „Edelweiß“ Asweiler – Eitzweiler e.V. feiert im Jahre 2014 sein 90-jähriges Bestehen. In diesen neun Jahrzehnten stellte der Verein stets die volkstümliche Blasmusik sowie die Pflege des Gemeinwohls in den Mittelpunkt seiner Vereinsarbeit. Alt und Jung in den beiden Dörfern Asweiler und Eitzweiler haben sich in dieser langen Zeit immer wieder an der Vielfalt unserer Aktivitäten erfreut und können sich die Dorfgemeinschaft ohne unseren Verein eigentlich schlecht vorstellen.


Am 24. Mai 1924 fanden sich unter der Leitung von Edmund Weber aus Asweiler musikliebende Bürger aus Asweiler und Eitzweiler zusammen und gründeten einen Musikverein mit dem Namen „Edelweiß“.

Eine strenge Satzung regelte das Vereinsleben. So heißt es im § 9 der Gründungssatzung: „Jedes aktive Mitglied hat sich sein eigenes Instrument zu beschaffen und dasselbe in gebrauchsfähigem Zustand zuhalten.“ Weiter heißt es in den §§ 17 und 18: „Wer bei einer vereinbarten Musik seine Kameraden ohne ihre Einwilligung verlässt, geht seiner ganzen Gage verlustig zugunsten der Vereinskasse. Das gleiche gilt für denjenigen, der sich bei einer Musik direkt besäuft.“

Ludwig Künzer aus Eitzweiler übernahm in diesen Tagen die musikalische Leitung. In den folgenden Jahren fanden auch viele junge Bürger zum Verein und fanden in den Vereinsgründern ein Vorbild, sodass ein stetiger Aufwärtstrend zu verzeichnen war.

Dieser Aufschwung wurde jedoch durch den zweiten Weltkrieg unterbrochen. Doch kaum heimgekehrt fanden sich die aktiven Musiker wieder zusammen und hauchten dem „Edelweiß“ wieder musikalisches Leben ein. Reichte es vorerst nur für eine kleine Tanzkapelle, so ver­mehrte sich trotz der schlechten Zeiten nach dem Kriege die Zahl der aktiven Musiker, sodass er bald beim Bund Saarländischer Musikvereine (1955) angemeldet werden konnte.

Auch konnten 1962 durch eine gelungene Werbeaktion zahlreiche Jugendliche aus Asweiler und Eitzweiler für die Musik begeistert werden. Ein erfolgreiches Konzert zu Weihnachten im gleichen Jahr stellte diesen Erfolg unter Beweis. Unter der musikalischen Leitung von Willi Seibert wurde das musikalische Können vertieft und ausgebaut. Ein harmonischer Klangkörper war durch intensive Probenarbeit und Ausbildung entstanden.

Im August 1972 übergab Willi Seibert den Dirigentenstab an Manfred Hahnenberg und somit in jüngere Hände. Mit jungem Schwung wurden die folgenden Jahre bestritten.

Albert Appel aus Hirstein stand als Dirigent von 1977 bis 1987 der Kapelle vor. Der leider verstorbene Ehrendirigent verfügte über viel Idealismus und Opferbereitschaft. Steckte er sein Honorar doch stets in neues Notenmaterial zum Wohle des Vereins.

Bis 1992 übernahm Reinhold Ostgen aus Freisen den Musikverein. Als Posaunist wirkt Reinhold Ostgen heute noch als ältester Musiker aktiv in der Kapelle mit.

Von 1992 bis 1999 sorgte der Klarinettist Martin Schäfer mit seinem musikalischen Können für einen unverwechselbaren Sound der Kapelle, was die musikalischen Darbietungen insbesondere im böhmisch-mährischen Stil anbelangte. Der Verein wurde in dieser Zeit weit über die Orts- und Kreisgrenzen hinaus bekannt.

Von 1999 bis März 2004 hatte Anatoly Schmidt aus Bliesen die Dirigentschaft inne. Als ruhiger und angenehmer Musikfreund wird uns dieser musikalische Leiter in guter Erinnerung bleiben.

2001 wurde der Verein erstmalig beim Amtgericht St. Wendel als ge­meinnütziger Verein mit entsprechender zeitgemäßer Satzung ins Vereinsregister (VR 1197) eingetragen und somit dem „wilden Vereins­status“ ein Ende bereitet.

Seit April 2004 hat nun mit Cornel Hahnenberg, ein „Eigengewächs“ des Vereins, den Dirigentenstab in der Hand. Dieser dynamische Trompeter hat in den letzten 10 Jahren mit seinem Können das musikalische Aushängeschild von Asweiler-Eitzweiler weiter ausgebaut und qualitativ auf gutem musikalischem Niveau etabliert.

Bis heute absolviert die jung gebliebene Kapelle mit ihren derzeit 26 Musikern im Alter von 14 bis 78 Jahren im Durchschnitt 25 Auftritte jährlich bei vielen unterschiedlichen Anlässen. Also kann mit Stolz gesagt werden, dass der Verein wesentlich zum kulturellen Leben unserer Dörfer und darüber hinaus beiträgt.

Neben diesen musikalischen Stationen gehörten auch andere traditionelle Aktivitäten in all den Jahren zum festen Bestandteil des Vereins. Hier sind insbesondere die alljährlichen Dorffeste und die vergnüglichen Vereinsausflüge zu nennen.

Höhepunkt im Vereinsalltag ist sicherlich auch die Ausrichtung der „Kronjuwelen der Blasmusik“, welche in diesem Jahr in ihre 6. Auflage starten und Musikfreunde aus ganz Europa anziehen.

Spektakulär ging es zu beim nicht alltäglichen „Saarländischen Mülltonnenrennen“, welches 2012 und 2013 landesweit Beachtung fand.
 

Ein Herzstück im Verein bildet auch die Jugendarbeit und somit die För­derung des musikalischen Nachwuchses. Beginnend bei der musikalischen Früherziehung über den Blockflötenunterricht bis hin zur Instrumental­ausbildung in den verschiedenen Fächern steht musikbegeisterten Kindern ein kontinuierliches „Ausbildungssystem“ zur Verfügung. Diese nicht immer einfache Aufgabe wird von vereinsinternen Musikern bzw. von der Kreismusikschule übernommen.

Wenn in einer Chronik von Dank gesprochen wird, dann gilt dieser den vielen aktiven und passiven Mitgliedern im Verein, ohne deren musikalisches Können und deren tatkräftige Unterstützung in den zurückliegenden Jahrzehnten ein solcher 90. Vereinsgeburtstag nicht gefeiert werden könnte. Insbesondere sei ein Dankeschön allen Vereinsfunktionären gesagt, die unermüdlich die Geschicke des Vereinsalltags zum Wohle aller gemeistert haben.

Die Dorfbevölkerung von Asweiler und Eitzweiler kann sich auch zukünftig darauf verlassen, dass der Musikverein „Edelweiß“ zum musikalischen und sozialen Gelingen der Dorfgemeinschaft beitragen wird.
 

 

Frank Seibert,

1. Vorsitzender